Die elektrischen Anlagen von Industriemaschinen oder Bauten des Hoch- oder Tiefbaus spielen bei der Auslösung und Fortentwicklung von Bränden mit verheerenden Folgen eine große Rolle. Aus diesem Grund sind Prüfungen zur Bestimmung des Feuerwiderstandes ein grundlegender Aspekt bei der Sicherstellung der Verwendung der Kabel in allen Arten von Anlagen. Dieser Aspekt ist die Grundlage aller US-amerikanischen elektrischen Sicherheitsstandards, darunter die von der National Fire Protection Association herausgegebenen NFPA 70 und NFPA 79, deren Zweck die Gewährleistung der Sicherheit von Personen und materiellen Gütern vor Bränden ist. Wie in den Vereinigten Staaten, so sind auch in Europa und im Rest der Welt in Abhängigkeit vom Verwendungszweck des Kabels – sei es an Bord eines Autos, in einer Schalttafel, einer Industriehalle oder einem zivilen öffentlichen Bauwerk – elektrische Referenzcodes vorgesehen, die je nach Ort der Installation angeben, welche Art von Kabel zu verwenden ist und welcher Feuerwiderstandsklasse dieses gerecht werden muss.

Te.Co. garantiert – für alle seine Produktserien mit Kabeln – die Konformität in Bezug auf die wichtigsten Brandprüfungen, die notwendig sind, um deren Anwendbarkeit in den Referenzumgebungen sicherzustellen.

Die Brandprüfung FT2 wurde von der CSA (Canadian Standards Association) entwickelt. Diese sieht die horizontale Positionierung der Probe vor. Wärmequelle ist ein unter der Probe angeordneter Brenner. Zweck des Tests ist, die Länge der durch die Flamme verursachten Beschädigung und des Brands der darunter liegenden Materialien (welche von darunter liegender Baumwolle simuliert werden) durch darauf „abtropfende“ Teile von Kabeln zu prüfen.

Die auf europäischer und internationaler Ebene anerkannte Norm IEC 60332-1-2 sieht die Prüfung der Flammenausbreitung an einem vertikal angeordneten Kabel vor. Dabei wird die Ausbreitung der Flamme geprüft, die sich nicht auf der gesamten Probe des Kabels fortleiten darf. Obwohl er kein „Abtropfen“ vorsieht, ist dieser Test anspruchsvoller als die Brandprüfung FT2, denn die vertikale Lage der Probe erleichtert die Flammenausbreitung. Es handelt sich hierbei um eine grundlegende Prüfung, die bestanden werden muss, um die Verwendung von Kabeln in allgemeinüblichen Umgebungen zu gewährleisten. Alle unsere Produktserien im Katalog haben diese Tests bestanden.

Bei der ebenfalls von der CSA entwickelten Brandprüfung FT1 werden mehrere vertikal angeordnete Proben geprüft. Mit Hilfe eines Brenners wird jede Probe fünfmal in genau festgelegten Zeitabständen der Flammeinwirkung ausgesetzt.  Die Flamme muss in weniger als einer Minute erlöschen und darf sich nicht über die gesamte Länge der Probe ausbreiten.

Die Brandprüfung VW-1 stimmt in der Durchführung mit der Brandprüfung FT1 überein, unterscheidet sich jedoch in den Messmethoden. Die Flamme muss am Ende jeder Flammeinwirkung jeweils von selbst erlöschen. Dieser Test ist viel anspruchsvoller als die Brandprüfung FT1 und für Kabel erforderlich, die in Umgebungen mit hoher Brandgefahr zum Einsatz kommen. Als Beispiel für unsere Produktserien nennen wir unsere Kabel für die mobile Verlegung FRX® und PMXX®.

Unsere Kabel TRAY CABLES EXPOSED RUN sind konform in Bezug auf die Brandausbreitungsprüfung FT4. Diese besteht in der Simulation eines Brandes an einem vertikal angeordneten Kabelbündel über eine Länge von 4 Metern.

Im europäischen Rahmen zitieren wir die Norm IEC 60332-3-22, bei der sich die Dauer der Flammeinwirkung durch den Brenner nach der Menge des brennbaren Materials richtet. Das Kabelbündel muss nach Entfernung der Brennquelle von selbst erlöschen und das Feuer darf sich nicht über eine Strecke von mehr als 2,5 m ausbreiten.

Für jede Artikelnummer gibt Te.Co. auf der Markierung und in den entsprechenden technischen Datenblättern jeweils alle Referenz-Brandprüfungen an.

Auf Seite 287 des neuen Katalogs finden Sie ausführlichere Informationen zu den Brand- und Flammenausbreitungsprüfungen von Te.Co.