Als Kabel wird allgemein ein Verbund von Leitern, Isolierungen, Ummantelungen und Abschirmungen bezeichnet, welcher dem Transport elektrischer Energie sowie der Signalübertragung dient.

Die Te.Co. Elektrokabel setzen sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:

  • Der Leiter kann starr, wenn es sich um ein Kupferelement handelt, oder häufiger auch flexibel sein. In diesem Fall besteht er aus miteinander verseilten Kupferkapillaren, welche die sogenannte Litze bilden. Erhöht man die Anzahl der Kapillare bei Verringerung ihres Querschnitts lässt sich die Flexibilität der Litze erhöhen. Mehrere Litzen können miteinander verseilt werden, wodurch sich Leiter mit größerem Querschnitt ergeben. Durch ganz bestimmte Verseilmethoden von Litzen lassen sich Komplexe bilden, die sich für die mobile Verlegung (Flexion oder Torsion) eignen.
  • Die Isolierung ist eine den Leiter umgebende dielektrische Materialschicht, die dazu dient, der elektrischen Spannung standzuhalten. Sie ist ein Hauptbestandteil des Kabels und maßgeblich für die Leistungen im Hinblick auf Nennspannung, Strombelastbarkeit, Wärmeverhalten usw. Anhand der Einsatzbedingungen und der elektrischen Anforderungen kann sie aus PVC, Polyethylen, Polyolefinen, Nylon, Vinyl, Polypropylen oder thermoplastischem Gummi sein. Leiter und Isolierung bilden zusammen die Ader des Kabels.
  • Das Aderbündel ist die Gesamtheit der Adern, aus denen sich das Kabel zusammensetzt, und umfasst auch etwaige Füllmittel.
  • Das Füllmittel dient dem Ausfüllen der Zwischenräume der Adern. Es sorgt für die homogene und runde Form des Kabels. Es kann aus Textilmaterial, Synthetikfasern, PVC, Nylon oder anderen Isoliermaterialien bestehen. Bei Kabeln für mobile Verlegung befindet es sich vor allem im mittleren Teil des Aderbündels, wo hohe dynamische Beanspruchungen vorherrschen.
  • Die Abschirmung kann aus rotem oder geschirmtem Kupfer ausgeführt sein. Der Einsatz dient insbesondere bei Kabeln zur Übertragung von HF-Signalen (Typ BUS) dazu, der Oxidation von Kupfer vorzubeugen und die Effizienz zu erhöhen. Die Abschirmung hat zweifache Funktion. Zum einen soll sie das in den unter Spannung stehenden Leitern generierte elektrische Feld abgrenzen, indem die Ausbreitung in die Umgebung begrenzt wird; zum anderen soll sie das Kabel vor äußeren elektromagnetischen Störungen schützen. Die Abschirmung verfügt über nachstehende Kurzzeichen: ST oder H2 für die Geflechtabschirmung, d. h. mit sich kreuzenden Kapillaren; SF oder H1, d. h. Bündelabschirmung mit parallel verlaufenden Kapillaren, die eine Art Band bilden; SN oder H, wobei üblicherweise ein Band aus Aluminium/Polyester verwendet wird, das manchmal mit einem Beidraht (drain wire) in Kontakt mit der leitenden Seite des Bands ausgestattet ist, um den elektrischen Durchgang sicherzustellen und den Masseanschluss an Steckverbindern und Klemmen zu vereinfachen.
  • Die Umwicklung dient dem Zusammenfassen der Leiter, beispielsweise vor der Abschirmung oder unter dem Mantel. Sie setzt sich aus einem transparenten oder matten Band aus Polyester oder Polyethylen oder aus weißem TNT (gewebeähnlich) mit Schmiereffekt für die mobile Kabelverlegung zusammen.
  • Der Mantel stellt die äußere Materialschicht dar, die das Aderbündel abdeckt. Er kann aus Gummi oder Plastik sein. Die Mäntel der Te.Co. Kabel bestehen ausschließlich aus thermoplastischem Material.
  • Bei der Bewehrung handelt es sich um eine weitere „Abschirmung“ aus verzinktem Stahl. Sie dient dem mechanischen Schutz des Kabels vor Beanspruchungen, Scher- und Quetschbelastungen.

Je nach Brandverhalten der Kabel lassen sich nachstehende Klassifizierungen unterscheiden:

  • nicht flammverbreitend;
  • nicht brandausbreitend;
  • nicht brandausbreitend und mit geringer Emission von Rauch und toxischen Gasen;
  • feuerbeständig;
  • für Hochtemperatur-Umgebung.

Für weitere Informationen können Sie im Te.Co. Katalog im Bereich Download auf unserer Website nachschlagen.